Preisträger*in: Zukunft der Arbeit gestalten
myAbility.jobs
Was ist myAbility.jobs und wie habt ihr das Projekt umgesetzt? Was ist die Motivation dahinter?
myAbility.jobs ist die größte Jobbörse für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen in Deutschland. Unternehmen schreiben hier Stellen aus, um Menschen mit Behinderungen gezielt anzusprechen. myAbility.jobs erleichtert es der Zielgruppe inklusive Jobangebote zu finden. Gleichzeitig sollen Unternehmen sichtbar werden, die offen für inklusive Besetzung ihrer Stellen sind. Wir möchten damit versteckte Potentiale am Arbeitsmarkt aufdecken.
Welche Wirkung bzw. welchen Mehrwert erzielt das Projekt?
In erster Linie trägt myAbility.jobs dazu bei, dass Menschen mit Behinderungen größere Jobchancen am ersten Arbeitsmarkt vorfinden. myAbility.jobs verschiebt das Narrativ: Menschen mit Behinderungen sind qualifizierte Talente und keine Bittstellenden. Unternehmen bringt myAbility einen stärkenorientierten Umgang auf Augenhöhe näher: Arbeitgebende erkennen, dass durch die richtigen Rahmenbedingungen Fachkräfte gewonnen und gehalten werden können. Überzeugte Partnerunternehmen senden damit wichtige Signale an zukünftige und bestehende Mitarbeitende: Erkrankung oder Behinderungen sind Teil unseres Lebens, werden aber nicht als Schwäche gewertet.
Warum habt ihr euch für den Deutschen Demografie Preis beworben? Welchen Beitrag leistet euer Projekt bei der Bewältigung des Demografischen Wandels?
Wir sind überzeugt, dass Inklusion von Menschen mit Behinderungen ein zentraler Hebel zur Bewältigung des demografischen Wandels ist. Der Fach- und Arbeitskräftemangel lässt sich nicht allein durch neue Zielgruppen lösen, aber wir müssen bestehende Potenziale konsequent erschließen, dafür brauchen wir Inklusive Strukturen und Perspektiven, auch und insbesondere in der Wirtschaft. Der Preis bietet eine Bühne für ein Thema, das bislang häufig unterschätzt wird: Inklusion ist Wirtschafts- und Zukunftspolitik. Wir wollten zeigen, dass Disability Inclusion ein relevanter Beitrag für einen resilienten Arbeitsmarkt ist. Denn in einer älterwerdenden Bevölkerung, sind Erkrankungen oder erworbene Behinderungen während des Erwerbslebens kein Randthema.
Was hat euch an der Preisverleihung besonders gefallen bzw. was ist eure schönste Erinnerung an den Abend?
Die große Wertschätzung für Projekte, die aktiv Zukunft gestalten. Die Offenheit und Neugier der Teilnehmenden gegenüber unterschiedlichen Lösungsansätzen. Der Austausch mit engagierten Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.
Besonders schön war die Erkenntnis: Nicht Konkurrenz, sondern Austausch und gemeinsames Lernen standen im Mittelpunkt. Das macht Mut für die nächsten Jahre.