Nominiert: Wirksame Vielfalt - Zusammenhalt stärken
FABIDO Stadt Dortmund
Was ist euer Projekt und wie habt ihr es umgesetzt? Was war die Motivation dahinter?
Der Bedarf an Fachkräften im erzieherischen Bereich wächst stetig. Als wachsender Träger steht auch FABIDO vor der Herausforderung, zusätzliches Personal zu rekrutieren. Parallel hierzu verfügen in der Stadt zahlreiche Menschen mit internationaler Bildungsbiografie über berufliche und schulische Qualifikationen, deren Potenziale bislang nur eingeschränkt für den deutschen Arbeitsmarkt erschlossen werden. Vor diesem Hintergrund wurde durch den Dortmunder Steuerungskreis der Kommunalen Arbeitsmarktstrategie (KAS) die Entwicklung eines integrierten Qualifizierungsmodells beauftragt, das arbeitsmarktpolitische Instrumente mit praxisnaher beruflicher Integration verbindet. Dazu hat FABIDO mit den Kooperationspartnern VHS, Jobcenter, Agentur für Arbeit, BAMF und der Wirtschaftsförderung Dortmund ein Konzept entwickelt. Die Teilnehmenden besuchen zweimal pro Woche einen arbeitszeitintegrierten Sprachkurs it dem Schwerpunkt „Frühpädagogik“ und arbeiten an drei Tagen in der Woche in einer FABIDO-Kita und lernen den pädagogischen Alltag kennen. Ziel ist die unbefristete Übernahme bei beruflicher Anerkennung oder die Aufnahme der praxisintegrierten Ausbildung zum*zur Erziehenden.
Welche Wirkung bzw. welchen Mehrwert erzielt das Projekt?
Die Projekte verfolgen einen kombinierten arbeitsmarkt-, bildungs- und integrationspolitischen Ansatz. Durch vergütete Praxistätigkeit, flankierende Sprachförderung und systematische Qualifizierung werden nachhaltige Beschäftigungsperspektiven im frühpädagogischen Bereich geschaffen und Systemstabilität und pädagogische Qualität langfristig gesichert. Qualifizierungshemmnisse werden reduziert und der Übergang in reguläre Beschäftigung systematisch unterstützt.
Warum habt ihr euch für den Deutschen Demografie Preis beworben? Welchen Beitrag leistet euer Projekt bei der Bewältigung des Demografischen Wandels?
Durch die Projekte konnten die Ausbildungszahlen für den Bereich Erzieher*in von 70 auf 95 dauerhaft erhöht werden, was ein wichtiger Aspekt für die Gewinnung von Fachkräften ist. Im Rahmen des Demografischen Wandels wird das Feld heterogener werden und der Träger hat hier den Grundstein für folgende innovative Beschäftigungsformate gelegt. Die Teilnehmenden in den Projekten bringen interkulturelle Kompetenzen und berufliche Vorerfahrungen aus dem Herkunftsland ein und bereichern so die Perspektiven in den Kindertageseinrichtungen. Motiviert für die Bewerbung hat uns, dass wir uns mit der Kombination von Stärkung von Kompetenz und Vielfalt und der Bewältigung des demografischen wandels sehr gut identifizieren konnten und angesprochen gefühlt haben.
Was hat euch an der Preisverleihung besonders gefallen bzw. was ist eure schönste Erinnerung an den Abend?
Es war eine sehr wertschätzende Veranstaltung in einer sehr schönen Location. Besonders schön war, direkt mit der Jury im Gespräch zu sein. Auch wenn es mit dem Preis nicht funktioniert hat, hatte man das Gefühl, dass die Projekte inhaltlich gut bekannt waren.