Nominiert: Gesundheit ganzheitlich gestalten
HAMBURG WASSER
Was ist euer Projekt und wie habt ihr es umgesetzt? Was war die Motivation dahinter?
Mit unserem Antidiskriminierungsprojekt „Vielfalt, Antidiskriminierung und Gesundheit zusammen gedacht“ schaffen wir bei HAMBURG WASSER ein Arbeitsumfeld, in dem Vielfalt gelebt und Diskriminierung aktiv begegnet wird. Kern des Projekts ist ein halbjährlicher Diskriminierungsbericht, der Handlungsbedarfe sichtbar macht und die Grundlage für konkrete Maßnahmen bildet. Ergänzt wird er durch Schulungen, Workshops, Leitlinien für Führungskräfte und Ansprechpersonen sowie eine gezielte interne Kommunikation. Unsere Motivation ist dabei klar: Wir wissen, dass Diskriminierung krank machen kann und direkte Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden und Zugehörigkeit von Beschäftigten hat. Deshalb möchten wir, dass niemand mit Bauchschmerzen zur Arbeit kommen muss. Als Arbeitgeber sehen wir es als unsere Verantwortung, Diskriminierung aktiv entgegenzuwirken und Strukturen für Chancengleichheit und respektvolle Zusammenarbeit aufzubauen.
Welche Wirkung bzw. welchen Mehrwert erzielt das Projekt?
Das Projekt macht Diskriminierung sichtbar und besprechbar, anstatt sie zu tabuisieren. Beschäftigte wissen, an wen sie sich wenden können, Führungskräfte erhalten Orientierung im Umgang mit Vorfällen und das Unternehmen kann Maßnahmen gezielt und datenbasiert weiterentwickeln. Damit stärken wir Zugehörigkeit, psychische Gesundheit und Chancengerechtigkeit in der Belegschaft. Unser Ziel ist eine Arbeitsumgebung, in der Menschen sich sicher, respektiert und wertgeschätzt fühlen und ihr Potenzial unabhängig von persönlichen Merkmalen entfalten können.
Warum habt ihr euch für den Deutschen Demografie Preis beworben? Welchen Beitrag leistet euer Projekt bei der Bewältigung des Demografischen Wandels?
Der demografische Wandel stellt Unternehmen vor die Aufgabe, Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe zu gewinnen, langfristig zu binden und gesund im Unternehmen zu halten. Dabei ist das Lebensalter nur eine von vielen möglichen Diskriminierungsdimensionen. Unser Projekt trägt dazu bei, dass neue Mitarbeitende bei HAMBURG WASSER ein wertschätzendes Arbeitsumfeld vorfinden und langfristig bleiben möchten. Gleichzeitig wollen wir, dass sich auch langjährige Beschäftigte weiterhin respektiert, willkommen und zugehörig fühlen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es entscheidend, eine Unternehmenskultur zu schaffen, in der Menschen gerne arbeiten und mit einem guten Gefühl zur Arbeit kommen. Deshalb verstehen wir Antidiskriminierungsarbeit auch als einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.
Was hat euch an der Preisverleihung besonders gefallen bzw. was ist eure schönste Erinnerung an den Abend?
Für mich war vor allem der persönliche Austausch mit den anderen Teilnehmenden das Wertvollste an diesem Abend. Besonders beeindruckt hat mich die große Zahl an engagierten, kreativen und wirksamen Projekten, die sich mit den Themen demografischer Wandel, Vielfalt und Chancengerechtigkeit beschäftigen. Gerade in Zeiten gesellschaftlichen Gegenwinds war es motivierend zu erleben, wie viele Menschen diese Themen mit Leidenschaft voranbringen. Ich bin mit viel Energie und Inspiration nach Hause gefahren, die mich motiviert hat, unsere eigenen Projekte mit noch größerer Überzeugung weiter anzugehen.