Nominiert: Wirskame Vielfalt - Zusammenhalt stärken

CVS Ingenieurgesellschaft mbH

Was ist euer Projekt und wie habt ihr es umgesetzt? Was war die Motivation dahinter?

Mit unserem Projekt „Zukunft² – Vielfalt denken, Zukunft gestalten“ entwickeln wir die CVS Ingenieurgesellschaft als mittelständisches IT-Unternehmen gezielt weiter. Ausgangspunkt war die Frage, wie wir Wissen, Erfahrungen und unterschiedliche Perspektiven im Unternehmen besser miteinander verbinden können – insbesondere in einer Phase von Wachstum und Generationenwechsel. Gleichzeitig wollten wir Antworten darauf finden, wie Zusammenarbeit über Bereiche, Hierarchien und Lebensphasen hinweg noch besser gelingen kann.

Dafür haben wir Austausch- und Beteiligungsformate wie den GedankenTausch, Zukunftsworkshops und BarCamp-Formate etabliert, Führungskräfteentwicklung weiterentwickelt und neue Ansätze für Wissenstransfer und lebensphasenorientierte Personalentwicklung entwickelt und erprobt. Uns war wichtig, keine zusätzlichen Projekte neben dem Arbeitsalltag zu schaffen, sondern Veränderungen dort anzusetzen, wo Zusammenarbeit täglich stattfindet. Vielfalt sollte nicht als eigenes Thema neben der Arbeit stehen, sondern im Arbeitsalltag erlebbar werden.

Welche Wirkung bzw. welchen Mehrwert erzielt das Projekt?

Zukunft² hat dazu beigetragen, dass Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen, Generationen und Funktionen häufiger miteinander ins Gespräch kommen und voneinander lernen. Gerade in einem wachsenden Unternehmen besteht die Gefahr, dass Wissen in Teams oder Bereichen verbleibt. Die verschiedenen Austauschformate schaffen bewusst Räume, in denen Erfahrungen weitergegeben und neue Ideen gemeinsam entwickelt werden können.

Darüber hinaus beobachten wir, dass Mitarbeitende Veränderungen aktiver mitgestalten und eigene Themen und Ideen einbringen. Themen wie Führung, Zusammenarbeit oder Vereinbarkeit werden heute offener diskutiert und gemeinsam weiterentwickelt.

Für uns ist das der wichtigste Mehrwert des Projekts: Zukunftsfähigkeit entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch den Austausch zwischen Menschen. Gleichzeitig erleben wir, dass Beteiligung und Transparenz die Identifikation mit dem Unternehmen stärken und Veränderungen besser gemeinsam getragen werden.

Warum habt ihr euch für den Deutschen Demografie Preis beworben? Welchen Beitrag leistet euer Projekt bei der Bewältigung des Demografischen Wandels?

Der demografische Wandel zeigt sich in Unternehmen nicht nur in veränderten Altersstrukturen, sondern auch in unterschiedlichen Erwartungen an Arbeit, Führung und Zusammenarbeit. Unser Projekt setzt genau dort an: Es stärkt den Austausch zwischen Generationen, unterstützt die Weitergabe von Erfahrungswissen und schafft Beteiligungsmöglichkeiten unabhängig von Alter, Funktion oder Lebensphase.

Dadurch wollen wir dazu beitragen, dass Wissen erhalten bleibt, Erfahrungen genutzt werden und unterschiedliche Perspektiven miteinander in Austausch kommen. Gerade in wissensintensiven Unternehmen wird die Fähigkeit, Erfahrungen zu sichern und gleichzeitig neue Sichtweisen einzubinden, zunehmend zu einem Erfolgsfaktor.

Für den Deutschen Demografie Preis haben wir uns beworben, weil wir überzeugt sind, dass viele mittelständische Unternehmen vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Unsere Erfahrung aus Zukunft² zeigt, dass dafür nicht immer große Programme notwendig sind. Bereits niedrigschwellige Formate für Austausch, Beteiligung und gemeinsames Lernen können viel bewegen.

Was hat euch am ddp besonders gefallen bzw. was ist eure schönste Erinnerung?

Die Nominierung war für uns bereits eine besondere Anerkennung und ein wichtiges Signal an alle Mitarbeitenden, die Zukunft² mitgestalten.

Besonders beeindruckt hat uns die Vielfalt der nominierten Projekte und die unterschiedlichen Wege, mit denen Unternehmen und Organisationen auf die Herausforderungen des demografischen Wandels reagieren. Unsere schönste Erinnerung an den Wettbewerb ist die Erkenntnis, dass viele Organisationen an ähnlichen Fragestellungen arbeiten und gleichzeitig sehr unterschiedliche Lösungen entwickeln. Das hat noch einmal deutlich gemacht, dass es nicht die eine richtige Antwort auf den demografischen Wandel gibt, sondern viele gute Ansätze, die voneinander lernen können.

Die Nominierung hat uns darin bestärkt, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und Vielfalt, Beteiligung und Wissenstransfer weiterhin als wichtige Bestandteile unserer Unternehmensentwicklung zu verstehen.

Foto: privat