3 Fragen an ...
Was bedeutet für Sie „Zukunft der Arbeit“ konkret – geht es eher um digitale Tools oder um eine neue Kultur der Zusammenarbeit? Und welche Themen stehen bei Jenoptik im Fokus?
Digitale Tools sind wie gute Kaffeemaschinen im Büro: extrem hilfreich, aber sie machen noch kein gutes Arbeitsklima. Sie ermöglichen Effizienz, Transparenz und neue Formen der Zusammenarbeit – aber erst eine Kultur des Vertrauens, der Beteiligung und des Lernens sorgt dafür, dass daraus echte Wirkung entsteht. Kurz gesagt: Technologie ist der Verstärker, der Mensch bleibt der Taktgeber.
Als Hightech-Unternehmen sind wir bei Jenoptik Innovation gewohnt – und zwar nicht nur bei Produkten, sondern auch bei Arbeitsweisen. Wir arbeiten in hochspezialisierten, oft internationalen Teams an langfristigen Projekten mit engen Kundenbeziehungen. Dafür braucht es Freiraum, den Mut zum Hinterfragen und eine Kultur, in der man auch unbequeme Fragen stellen darf. Freedom to explore is the power to succeed – denn nur wer Dinge ausprobieren, Annahmen hinterfragen und neue Wege denken darf, kann nachhaltig erfolgreich sein. Unsere Werte open, driving, confident sind dabei kein Marketing-Slogan, sondern tägliche Arbeitsgrundlage. Oder anders gesagt: Wir setzen auf Köpfe, die denken – und Strukturen, die sie lassen.
Was treibt Sie persönlich an, wenn es um die Gestaltung zukunftsfähiger Arbeitsmodelle geht?
Mich motiviert der Gedanke, Arbeitswelten zu schaffen, in denen Menschen ihr Potenzial entfalten können – ohne sich dabei zwischen Leistung und Lebensqualität entscheiden zu müssen. Ich bin überzeugt: Unternehmen sind dann erfolgreich, wenn Mitarbeitende morgens nicht nur einchecken, sondern innerlich auch wirklich „on“ gehen. Zukunftsfähige Arbeit heißt für mich daher, Rahmenbedingungen zu gestalten, die Leistung ermöglichen, Sinn stiften und Entwicklung zulassen. Und wenn dabei sogar noch Spaß entsteht, haben wir ziemlich viel richtig gemacht.
Als Juryvorsitzender der Kategorie „Zukunft der Arbeit gestalten“ – worauf achten Sie bei den Bewerbungen besonders?
Ich schaue vor allem auf drei Dinge: Erstens: kreative Ideen, die nicht nur auf PowerPoint gut aussehen, sondern auch im echten Leben funktionieren. Zweitens: echte Wirksamkeit – also Lösungen, die von den Mitarbeitenden angenommen werden und Wirkung entfalten. Und drittens: den Umsetzungsgrad. Visionen sind großartig, aber erst die Umsetzung macht den Unterschied zwischen „spannend“ und „preiswürdig“.