3 Fragen an ...

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Dr. Stephan Weingarz
Leiter Personalmanagement beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) Juryvorsitz Kategorie “Kompetenzen entwickeln - Perspektiven schaffen”

Was bedeutet für Sie “Kompetenzen entwickeln – Perspektiven schaffen”?

In der heutigen Welt des digitalen Wandels veraltet Wissen schneller denn je. Was Menschen vor fünf Jahren gelernt haben, kann heute zu einem guten Teil schon völlig überholt sein. Das Prinzip „Lebenslanges Lernen“ und damit die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Kompetenzen betrifft jeden, der im Arbeitsleben steht und nicht den Anschluss verlieren will. Doch ist es nicht allein die Aufgabe des Einzelnen, seine Kompetenzen stetig weiterzuentwickeln; ebenso notwendig ist, dass Unternehmen das entsprechende Angebot für die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Mitarbeitenden bereitstellt.

Welche Rolle spielt die Förderung von Kompetenzen und Perspektiven in der langfristigen Ausrichtung der Volksbanken und Raiffeisenbanken? 

Es gehört zum zukunftsorientierten Skillmanagement jedes Unternehmens und jeder Organisation, regelmäßig die Anforderungsprofile für die verschiedenen Funktionen im Haus zu überprüfen und daraus Schulungsbedarf für neues Wissen und veränderte Fähigkeiten der Mitarbeitenden abzuleiten. Nur so gelingt es, dass Potential der digitalen Entwicklung für das Unternehmen effektiv zu heben. KI als Game-Changer in der Arbeitswelt ist das aktuelle Beispiel, das eindrucksvoll zeigt, wie wichtig ein aktives Skillmanagement für Unternehmen heute ist.

Welche Kriterien sind für Sie als Juryvorsitzender besonders ausschlaggebend, wenn es um die Entwicklung von Kompetenzen geht?

Lebenslanges Lernen ist der Schlüssel zum Erfolg. Eine starke Unternehmenskultur lebt von der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Menschen. Der digitale Wandel verändert nicht nur, was gelernt wird, sondern auch wie gelernt wird. Zukünftig wird statt vorgegebener Fortbildungsformate zunehmend der selbstgesteuerte und kontinuierliche Wissenserwerb durch Mitarbeitende – formell und insbesondere informell – an Bedeutung gewinnen. Dieser Veränderungsprozess im Lernen ist an vielen Stellen keine Selbstläufer und muss in Unternehmen aktiv gestaltet werden, um für Mitarbeitende aller Generationen attraktive Perspektiven in einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt zu schaffen. Hier zeigt sich aus meiner Sicht, wie vorausschauend ein Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber für seine Mitarbeitenden tätig wird.