"Die positive Dynamik des demografischen Wandels zeigen"

Das Demographie Netzwerk (ddn) ist Initiator und Träger des Deutschen Demografie Preises. Als Impulsgeber und Netzwerk, in dem sich zahlreiche Unternehmen zu Themen des demografischen Wandels austauschen, bietet ddn die perfekte Plattform für die Verleihung des Preises und die erfolgreiche Zusammenarbeit der Initiator*innen-Gruppe, die den Preis in diesem Jahr zum dritten Mal gestaltet.

Martina Schmeink, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Demographie Netzwerks, erklärt, worum es beim Deutschen Demografie Preis geht und was hinter dem Titel der Kategorie Gemeinsam wirken steckt.

Martina, warum habt ihr den Deutschen Demografie Preis aus der Taufe gehoben?

Uns treibt – übrigens nicht nur zur Verleihung des Deutschen Demografie Preises, aber dazu auch – der Wunsch an, Ideen zu teilen, mit denen wir Gesellschaft und Arbeitswelt positiv verändern können. Denn Probleme gibt es viele. Insbesondere der demografische Wandel stellt uns alle vor große Herausforderungen, ob es um die zunehmend schwierige Finanzierbarkeit unseres Rentensystems oder den wachsenden Fachkräftemangel geht. Diese Themen sind allgegenwärtig.

Der Deutsche Demografie Preis zeichnet daher Projekte aus, die zeigen, wie Wirtschaft und Gesellschaft mit diesen Herausforderungen umgehen können. Indem wir diesen Projekten, ob das Netzwerke, Verbände, betriebliche Programme, Initiativen oder Firmen sind, eine Bühne bieten, wollen wir zeigen, dass der demografische Wandel eine positive Dynamik entfalten kann. Außerdem wollen wir mit der Preisverleihung und der Unconference eine Plattform etablieren, auf der wir voneinander lernen und Wissen teilen können, um die Arbeitswelt der Zukunft positiv zu gestalten. 

 

Was macht den Preis aus?

Der Preis zeichnet sich zuallererst durch diejenigen aus, die ihn erhalten und die ihre Projekte einreichen. Und da haben wir in den vergangenen zwei Jahren trotz Pandemie eine große Bandbreite an ganz vielversprechenden Initiativen gesehen. Uns haben viele begeisternde Ideen erreicht, die mit wirklich innovativen Konzepten vor Ort in Firmen und Kommunen Probleme lösen. Ihnen wollen wir nachhaltig Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit bieten, sodass sie zur Inspiration und zu Vorbildern für andere werden. 

Außergewöhnlich ist außerdem der Kreis der Initiator*innen und Partner*innen des Preises. Hier versammeln sich Expert*innen aus Unternehmen wie Zeit Akademie, Deutsche Bahn, DEVK, Diversity Lab, ING, Siemens, Bahn-BKK, EY und Nextpractice-Institut, die mit ihrem Input und ihren Ideen die Preisverleihung und die dazugehörige Unconference gestalten. Apropos Unconference: Dieses Format macht den Preis zusätzlich zu einer einmaligen Gelegenheit, sich über die Preisverleihung hinaus mit den Initiator*innen und Partner*innen, aber auch mit vielen Fachexpert*innen und Multiplikator*innen, die die Jury des Preises bilden, zu vernetzen und auszutauschen. Dadurch bieten wir allen Beteiligten zusätzlichen Raum für Vernetzung, Austausch und Co-Kreation.

Die Initiator*innen haben aber auch die Möglichkeit, eigene Wettbewerbskategorien zu definieren und auszugestalten. Dadurch deckt der Preis alle für den demografischen Wandel relevanten Themen ab, die durch hochkarätige Fachleute repräsentiert werden, von Diversity, Gesundheit und soziale Sicherung über lebenslanges Lernen und Nachhaltigkeit bis hin zu Digitalisierung und New Work.

 

Ihr seid gleichzeitig auch Pate einer eigenen Wettbewerbskategorie. Was verbirgt sich hinter dem Namen Gemeinsam wirken und welche Projekte wollt ihr auszeichnen?

In der Kategorie „Gemeinsam wirken – Bündnisse schmieden“ wollen wir das organisierte Zusammenspiel über Sektorengrenzen hinweg würdigen. Denn es ist unserer Erfahrung nach genau das, was Gesellschaft und Arbeitswelt in Zukunft brauchen. Die mit dem demografischen Wandel verbundenen Herausforderungen gehen alle an und lassen sich nur gemeinsam bewältigen.