„Wir wollen zeigen, wie viel Spaß Lernen machen kann“

Eine Besonderheit gibt es beim diesjährigen Deutschen Demografie Preis in der Kategorie „Lernen als Erfolgsfaktor“: Deutsche Bahn und ZEIT Akademie teilen sich die Gestaltung und Repräsentanz des Themas lebenslanges Lernen.

Wir haben Corinna Vogt und Birthe Kretschmer gefragt, warum sie den Deutschen Demografie Preis 2022 unterstützen, was sie als Patinnen ihrer Kategorie auszeichnet und was sie sich für die Arbeitswelt der Zukunft wünschen.

Birthe, Corinna, welche Ziele verknüpft ihr als Initiator*innen mit dem #ddp2022?

Corinna: Der Deutsche Demografie Preis ist die perfekte Plattform dafür, gute und praktikable Ideen sichtbar zu machen, wie wir den demografischen Wandel selbst gestalten können. Dadurch, dass wir die nominierten Projekte bei der Preisverleihung und der digitalen Unconference vorstellen, bieten wir allen Beteiligten zudem die Möglichkeit, voneinander zu lernen, sodass nicht jede Organisation alle Erfahrungen selbst machen muss.

Die Preisverleihungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass bei weitem nicht nur große Konzerne dem demografischen Wandel mit Konzepten und Maßnahmen begegnen – im Gegenteil: Häufig setzen kleine und mittelständische Unternehmen, Kommunen und Gemeinden herausragende Lösungen um. Das beeindruckt mich sehr, denn es zeigt mir auch immer wieder, wie groß das gesellschaftliche Engagement und die soziale Verantwortung für Diversity, Digitalisierung und Lernen in unserer Gesellschaft sind.

Birthe: Und wir wollen zeigen, wie viel Spaß Lernen machen kann. Lernen klingt erst einmal anstrengend. Wenn sich aber der Horizont öffnet und der Weg in neue Welten frei wird, glänzen die Augen – das möchten wir sicht- und fühlbar machen. Für uns bedeutet Lernen Begeisterung.

Ihr seid Patinnen der Kategorie „Lernen als Erfolgsfaktor“. Was prädestiniert euch dafür?

Birthe: Als Privatpersonen, aber noch viel mehr als Arbeitgeber*innen zeigen wir: Persönliche Weiterentwicklung betrifft uns alle. Ich bin fest davon überzeugt, dass Veränderung durch Lernen fester Bestandteil unseres Arbeitsalltags wird. Wir bewegen uns weg von festen, institutionalisierten Wegen, hin zu Lernerfolgen, die uns dazu befähigen, mit den veränderten Herausforderungen des Marktes Schritt zu halten.

Corinna: Lernen ist eine der zentralen Lösungen für den Fachkräftemangel und den konstruktiven Umgang mit großen Veränderungen in unserer Gesellschaft wie Digitalisierung, Globalisierung und Pandemie.

Was sind eure Wünsche an die Arbeitswelt der Zukunft?

Birthe: Ich wünsche mir mehr Führungskräfte, die die Lust am Lernen vorleben und eine Lernkultur im Unternehmen fördern.

Corinna: Mein größter Wunsch ist, dass wir in naher Zukunft nicht mehr von einem Arbeitsplatz, sondern von einem Lernplatz reden. Und ich hoffe sehr, dass wir unsere Erfahrungen aus der Coronazeit mit Blick auf mobiles Arbeiten, virtuelles Zusammenarbeiten und Führen, Eigenverantwortung und Selbstorganisation, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Arbeitgeberattraktivität zukünftig weiter nutzen.